Der Verfall kombinierter Jagdwaffen

von Tobias Nisse

Deutsche Drillinge, ob Sauer & Sohn, Krieghoff oder Merkel, beliebter als je zuvor. Riesiges Interesse an der traditionellsten aller deutschen Jagdwaffen. Der klassische Drilling überzeugt immer mehr Jäger und Waffenfreunde vom praktischen und vielseitigen Einsatz. In der Heimat der kombinierten Waffe sind diese Aussagen leider nur eine Illusion. Deutschland hat dem Drilling den Rücken zugekehrt. Die Realität um all die hervorragend gearbeiteten Drillinge, Bockbüchsflinten und Co. ist mehr als ein Desaster, der Untergang von mehr als 80 Jahren erfolgreicher Produktion und Nutzung der Allzweckwaffen ist bereits seit Jahren absehbar.

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Warum in Afrika jagen?

von Dr. Rolf Baldus

Als ich vor 30 Jahren begann, zusammen mit einheimischen Wildhütern Afrikas größten Wildpark, das Selous-Wildreservat, zu schützen, hatten Wilderer die dort lebende Elefantenpopulation von 110.000 auf weniger als 30.000 dezimiert. Kein Wunder: Tansania konnte gerade einmal 100.000 Dollar im Jahr für den Elefantenschutz im Selous ausgeben. Bei Projektende, im Jahr 2005, gab es dort wieder über 70.000 Tiere – Tendenz steigend. Meine tansanischen Kollegen hatten in der Zwischenzeit rund 50 Millionen Dollar eingenommen. Das reichte, um die Scouts ordentlich zu bezahlen, die Autos der Wildhüter am Laufen zu halten und die Wilddiebe festzunehmen. 90 % der Einnahmen kamen aus der Jagd, nur 10 % aus dem Fototourismus. Trophäenjäger erlegten nach strengen Vorgaben eine geringe Anzahl von Tieren und bezahlten dafür viel Geld.

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Umbruch im Wald

Warum Forst und Jagd zusammenhalten sollten

Erhöhte Waldbrandgefahr, bereits im Sommer fallendes Laub, herabrieselnde Nadeln, durstendes Wild. Wurde die diesjährige Witterung andernorts als herrlich bejubelt, konnten Jäger und Naturliebhaber die negativen Auswirkungen der Rekordwärme unmittelbar erleben. Doch das Jahr 2018 hat unsere Pflanzenwelt nicht nur witterungsbedingt vor einige Herausforderungen gestellt.

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Jagen in Polen – Ein Hirsch kommt selten allein (I/II)

Letztes Jahr, Ende September. Eine kleine Truppe sich untereinander mehr oder weniger bekannter Jäger bricht mit Leihbulli und bis unter die Plane beladenem Anhänger auf in Richtung Osten. Das Ziel ist laut Karte ein kleiner Ort in Oberschlesien und liegt 750 Kilometer oder gute sieben Stunden Fahrtzeit entfernt. „Jagen in Polen – Ein Hirsch kommt selten allein (I/II)“ weiterlesen